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04/28/2022

Der Einfluss des Lockdowns auf unser Gedächtnis

Studien beweisen negative Gedächtnis-Effekte - es gibt aber Lösungen

Der Einfluss des Lockdowns auf unser Gedächtnis

Seid ihr seit Beginn des Lockdowns auch vergesslicher? Keine Sorge, ihr seid nicht alleine. Es mehren sich die Studien, die einen Zusammenhang zwischen Gedächtnisleistung und Social-Distancing feststellen. Brasilianische Forscher fanden heraus, dass mehr als ein Drittel der Befragten angaben, seit Beginn der Krise eine schlechtere Erinnerungsleistung zu haben. Die Neuropsychologin Catherine Loveday stellte indessen noch prägnantere Ergebnisse fest und eine neuseeländische Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis. 

Woran liegt das? Die brasilianischen Forscher stellten fest, dass der Effekt bei Probanden geringer ist, die angaben, sich mehr zu bewegen. Mangelnde Bewegung ist also einer der Faktoren, die zu einem schlechteren Erinnerungsvermögen führen. Diese Erklärung legt auch direkt eine Lösung nah: kompensiere die mangelnde körperliche Bewegung!  Die Forschung von Julia Shaw vom University College in London unterstützt diesen Ansatz. Sie stellte fest, dass jede Minute Bewegung mehr einen positiven Effekt auf das Erinnerungsvermögen hat.  Die Ergebnisse der neuseeländischen Forscher legen einen weiteren Schluss nahe. Sie stellen fest, dass die Gedächtnisleistung stark mit der persönlichen Stimmung verbunden ist. Einsamkeit habe einen besonders schlechten Einfluss. Achte also auf deine Stimmung und steuere notfalls dagegen. Das Gute ist, dass beispielsweise Sport das Problem mangelnder Bewegung behebt und sich gleichzeitig stimmungsaufhellend auswirkt.