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04/28/2022

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Diese 5 Dinge können Arbeitgeber tun

Präventive Maßnahmen und Investitionen in eine positive psychische Gesundheit können sich auf die Produktivität, die Unternehmenskultur und die Fluktuation auswirken.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Diese 5 Dinge können Arbeitgeber tun

Trotz des heute weit verbreiteten Bewusstseins für psychische Gesundheit ist der Umgang mit diesem Thema am Arbeitsplatz für viele immer noch ein Tabu. Eine kürzlich von der WHO durchgeführte Studie schätzt, dass psychische Erkrankungen die Weltwirtschaft jedes Jahr 1 Billion US-Dollar an Produktivitätsverlusten kosten. Ziemlich alarmierend, oder? Die Budgets für psychisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz konzentrieren sich in der Regel darauf, denjenigen zu helfen, die eine emotionale Krise durchmachen. Es ist aber genauso wichtig, sich auf vorbeugende Maßnahmen und den Aufbau eines psychisch gesunden Arbeitsplatzes zu konzentrieren. Präventive Maßnahmen und Investitionen in eine positive psychische Gesundheit können sich auf die Produktivität, die Unternehmenskultur und die Personalfluktuation auswirken. Folgende präventive Maßnahmen können dir helfen: 1. Förderung des Bewusstseins top-down Die Änderung der bisherigen Vorstellungen über psychische Gesundheit ist ein Prozess von oben nach unten. Er beginnt damit, dass sich die oberste Führungsebene für die Verbesserung der psychischen Gesundheit im Unternehmen einsetzt.

  • Lass die Top-Führungskräfte in Meetings oder bei Mitarbeitergesprächen von ihren Erfahrungen (oder denen ihrer Angehörigen) berichten.

  • CEOs von Organisationen sollten sich für psychisches Wohlbefinden einsetzen und eine Kultur der Akzeptanz und Unterstützung fördern. Sie sollten versuchen, die psychische Gesundheit zu normalisieren und das Stigma, das sie umgibt, zu beseitigen.

  • Die Organisation sollte ihre Unterstützung in solchen Fragen transparent machen und darauf hinarbeiten, Verletzlichkeit als Stärke darzustellen.

2. Eine akzeptierende Kultur schaffen Die Forschung legt nahe, dass Stress am Arbeitsplatz, der zu Burnout führt, ein Hauptgrund für die Verschlechterung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten ist. Die Arbeit scheint zwar ein Faktor zu sein, der zu psychischen Erkrankungen beiträgt, aber wenn du das Bewusstsein dafür schärfst, kannst du die Unternehmenskultur in eine unterstützende Kultur verwandeln. Hier ist, was du tun kannst:

  • Setze feste Grenzen für die Verfügbarkeit. Das kann eine einfache Regel sein, wie z. B. dass am Wochenende keine E-Mails beantwortet werden dürfen oder dass im Urlaub nicht gearbeitet werden darf.

  • Ermutige zu achtsamen Pausen. Sie bieten nicht nur eine Pause von den anstrengenden Arbeitszeiten, sondern ermöglichen es den Mitarbeitern auch, sich gegenseitig zu unterstützen.

  • Führe Gespräche über psychische Gesundheit. Das können einfache Maßnahmen sein, wie z.B. Seminare zum Thema seelisches Wohlbefinden oder die Bereitstellung von Beratern, mit denen du reden kannst.

3. Richtige Unterstützung Fast sieben von zehn (69,1 %) der in einer Studie befragten Arbeitnehmer/innen gaben an, dass sie bei Problemen mit der psychischen Gesundheit eine vertrauliche Beratungsstelle ihres Arbeitgebers in Anspruch nehmen würden. Das zeigt, dass die Beschäftigten heute offener sind, über ihren psychischen Zustand zu sprechen. Es liegt nun in der Hand des Arbeitgebers, den Beschäftigten die angemessene Unterstützung und Hilfe für ihr psychisches Wohlbefinden zu bieten.

  • Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist die Einführung eines Hilfsprogramms für Mitarbeiter oder eines Programms für psychische Gesundheit, das den Arbeitnehmern hilft, ihren emotionalen Gesundheitszustand aktiv zu überwachen und zu steuern.

  • Ermutige deine MitarbeiterInnen auch, an Tests zur psychischen Gesundheit teilzunehmen. Diese kostenlosen und anonymen Tests sind ein hervorragendes Mittel, um herauszufinden, wie es um dein emotionales Wohlbefinden bestellt ist.

  • Biete Optionen an, mit denen deine Beschäftigten ihre psychische Gesundheit in den Vordergrund stellen können, z. B. flexible Arbeitszeiten, Arbeit von zu Hause aus oder bezahlte freie Tage für psychisches Wohlbefinden.

  • Investiere in Software zur Mitarbeiterbindung. Ursachen für Desengagement wie Burnout, Stress oder Entfremdung können ein Hinweis auf emotionale Turbulenzen bei den Beschäftigten sein.

4. Klarere Informationen über Unterstützung Wenn du ein Unterstützungssystem eingerichtet hast, musst du es für deine Mitarbeiter/innen zugänglich machen. Das bedeutet, dass jeder Arbeitnehmer, der Hilfe in Bezug auf seine psychische Verfassung benötigt, wissen sollte, an wen er sich wenden kann. Daher sollte das System zur psychischen Gesundheit in deinem Unternehmen einfach zu handhaben und für alle Beschäftigten leicht verständlich sein. 5. Schulung der Führungskräfte Führungskräfte sind in der perfekten Position, um zu helfen - sie haben tagtäglich direkten Kontakt zu ihrem Team und stehen auch in direktem Kontakt mit dem Topmanagement. Selbst die grundlegendste Schulung zur psychischen Gesundheit befähigt Führungskräfte, auf Anzeichen von psychischen Krisen und Stress zu achten und ein unterstützendes und integratives Umfeld zu schaffen. Eine Studie der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry hat gezeigt, dass nach einer sechsmonatigen Schulung zur psychischen Gesundheit die Zahl der arbeitsbedingten Krankschreibungen bei den direkt unterstellten Führungskräften um 18 % zurückging. Schulungen zur psychischen Gesundheit für Führungskräfte sollten sich vor allem auf Folgendes konzentrieren:

  • Einen Überblick über die psychischen Störungen, unter denen die Beschäftigten am ehesten leiden.

  • Das Erkennen der Anzeichen für eine schlechte psychische Gesundheit der Mitarbeiter/innen. Die Fähigkeit, aktiv zuzuhören und Gespräche über psychische Gesundheit mit ihrem Team zu führen.

  • Ein klares Verständnis dafür, wie sich die psychische Gesundheit auf die Leistung auswirkt. Klarheit über die Rolle, die sie bei der Förderung des psychischen Wohlbefindens ihres Teams spielen.

  • Führungskräfte müssen sich unterstützt fühlen, wenn es um ihre eigene psychische Gesundheit geht, damit sie ihren Teammitgliedern die erforderliche Unterstützung bieten können.